Monterey – Santa Cruz – San Francisco – Bolinas

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Wir haben Los Angeles und seinen Bewohnern mit ihren Fönfrisuren, gebleichten Zähnen, Yogamatten unter dem Arm und iPhone am Ohr den Rücken gekehrt, um auf dem Pacific Highway in die Stadt zu zuckeln, in der zahnlose Hippies hinter Bäumen Verstecken spielen, die untergehende Sonne die Golden Gate Bridge in ein romantisches Rot taucht und man sich Blumen ins Haar flicht, während aus dem Radio „If you are going to San Francisco, be sure to wear some flowers in your hair…“ plätschert. Ist natürlich Unsinn. Mac Stores, Sushi-Lokale und Frauen in High Heels haben das Stadtbild voll im Griff und luftige Hippiekleidchen sind bei den Temperaturen im bewölkten San Francisco ohnehin ungeeignet.goldengate1
Das sehe ich ein, bestehe aber darauf, auf der Haight Street immerhin ein wenig auf den Spuren der Hippiebewegung zu wandeln und einen Ausflug in das Örtchen Bolinas zu unternehmen, auf dessen Fährte wir dank einer Insiderinformation (Herr Z., haben Sie vielen Dank!) gelangen. Man muss wissen: Die 900 Bewohner von Bolinas montieren unermüdlich jedes Straßenschild, das den Weg in ihr Dörfchen weisen soll, ab. Bevor wir nach einer Irrfahrt durch die Redwoods endlich dieses Peace-Zeichen peacefotografieren können, beobachten wir in Santa Cruz jedoch erstmal die Surfer und streiten uns in Monterey darüber, wer der größere Seeotter-Fan ist. Im Grunde ist Andi der Otter-Freund von uns beiden – er sponsert sogar ein Fischotter-Reservat in Mecklenburg-Vorpommern! – seit ich jedoch im Monterey Aquarium beobachten durfte, wie ein Seeotter Gedanken verloren seine Schwanzflosse knetet, bin auch ich ganz verliebt in diese kleine Pfötchen

Flugs ein Fazit: USA ist trotz all seiner Widersprüche immer wieder ein Land, das man gerne bereist. Nicht zuletzt, weil man die steilen Straßen San Franciscos äußerst albern herunterspringen kann, ohne schräg angesehen zu werden.jump

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