Wailuha – Honolulu – Pūpūkea Beach

OOOOOUUUUUJJJJIIIIIIHHHHH – Sirenengeheul fräßt sich in meinen Kopp. Verpennter Blick auf die Uhr: 6. Hä? Damit hab ich eigentlich erst in zwei Stunden gerechnet, schließlich wissen wir seit gestern Abend von dem Erdbeben in Chile und der Tsunamiwarnung für Hawaii. Und die Welle ist, wenn sie denn kommt, erst für 11:19 Uhr angekündigt. Zudem befindet sich unsere Unterkunft mit 30 Metern Abstand zwar relativ dicht am Wasser, dafür aber auf der dem Tsunami abgewandten Nordwestseite Oahus.
Es klopft. Unser Hausvater Don steht in der Tür. Sein sonst stets präsentes “Aloha” ist ihm aus dem Gesicht gefallen, aber er reißt sich zusammen: “Guys, don’t panic. We have enough time. Pack your important things and go upper ground.”
Während KFVE empfiehlt, für 5-7 Tage Essen und Trinken einzusacken,
kfve
stopfen wir Laptop, Kamera, Pässe und ein paar Shirts in unsere beiden Rücksäcke. Den Rest im dicken Rolli müssen wir da lassen.
Schneller Kaffee, da steht Don schon wieder vor unserem Zimmer: “Go go go!!” Er lotst uns zu seinem Volvo und bringt uns, vorbei an der Schlange vorm Supermarkt, auf den Pupukea Mountain. Von dort können wir sehen, wie die Polizei den Küsten-Highway sperrt, mit Hubschraubern die Strände kontrolliert und alle Boote aus dem Hafen ins offene Meer wechseln.
Die ersten Einwohner Waimeas sind auch schon oben und wirken trotz des Ausnahmezustands recht entspannt. Es scheint wohl niemand Freunde in Chile oder ein Haus an der Beach zu haben.
hill
Dann warten wir: 11:00 – keine Welle. 11:30 – nix. 12:00 – alles ruhig.
Endlich um Eins kommt die Entwarnung und wir dürfen wieder runter. Glück gehabt.
Zurück im Haus checkt Vrony ihre Mailbox: Isabel und Familie in Chile geht es ebenfalls gut. Nochmal Glück gehabt.
Am Abend erholen wir uns gemeinsam am Grill von der Aufregung. Don ist wieder entspannt. Wahrscheinlich auch dank des Jägermeisters.
don
Abgesehen von diesem beklemmenden Tag war Hawaii mehr ein Relax-Urlaub und nicht sonderlich ereignisreich. Erwähnenswert ist noch unser Beach-BBQ mit drei riesigen Micronesiern auf Kauai. Von denen haben wir gelernt, daß sie Angst vorm Verreisen haben, speziell nach Europa, und daß der einzige berühmte “Deutsche”, den sie kennen, ein Herr namens Hitler ist. Vielleicht gibt’s da ja einen Zusammenhang…
Wassersporttechnisch ging in den zwei Wochen leider nicht allzu viel. Denn die Wellen kamen entweder mit niedlichen zwei Fuß
vrony
oder direkt als 12 Fuß hohe Wände daher
surf
und zeigten auch dem ein oder anderen Profi die Grenzen auf.
broken
Too much for us. Aloha.

Die USA Galerie ist on / — A —

Hab noch was vergessen: Verena mußte beim Bier kaufen Ihre ID vorlegen,
SUP ist nur cool wenn man dick UND Ureinwohner ist
sup
und wir haben noch ein originalen Aloha-Lost-Don-Abschied bekommen.
aloha

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