St. Lucia – Hluhluwe – Swasiland – Soweto

Die letzte Woche in Südafrika ist angebrochen. Auf dem Weg durch Kwazulu-Natal vertreiben wir die trüben Gedanken mit den lokalen Presseerzeugnissen. Für amüsante Momente sorgt immer wieder die „Elle“.
A) Die Autoren thematisieren sich gerne selbst: „How to be a fashion editor and stay slim“
B) Die Ratschläge haben sie offenbar von der BRAVO abgekupfert: „Lass dich nicht von fremden Typen nach Hause fahren, setz’ dich nicht alkoholisiert hinters Steuer“ usw. usf.
Herrlich auch die Beauty-Tipps: „Wie kann ich morgens Zeit im Bad sparen? Lackiere deine Nägel am Abend vorher!“ Ach klasse, wäre ich nicht drauf gekommen.
Genug gespottet, wir sind im Marine Reservat St. Lucia angekommen. Als wir im Garten unseres Appartements grillen, bekommen wir Besuch. Eine vierköpfige Hippo-Familie mäht unseren Rasen, während wir leicht nervös an unseren Maiskolben nagen:hippos_im_gadde
In den nebeligen Hügeln des Hluhluwe (gesprochen: Schluschluwä) Parks unternehmen wir unsere letzte Foto- bzw. Videosafari. Inzwischen routiniert im Umgang mit großen Tieren machen wir das im eigenen Wagen. Hier ein paar bewegte Bilder (leider etwas mau – qualitativ):

Nach einer Nacht in einer feschen Lodge ziehen wir ab nach Swasiland. Das kleine Königreich hat etwa die Größe Sachsens und liegt mitten in Südadfrika. Hinterm Schlagbaum gewittert es gewaltig. Klar, dass wir nicht lange zögern, als wir drei Schulkinder mit ausgestrecktem Daumen im Regen sehen. Die beiden Jungs springen nach wenigen Kilometern raus, das Mädchen – Primrose, 16, Lieblingsfach Hauswirtschaft, Traumberuf Krankenschwester – muss in ein kleines Dorf namens Ludzeludze. Es ist nicht auf unserer Karte eingezeichnet und wie sich herausstellt, kann Primrose den Weg dorthin auch nicht erklären. Macht nüscht, wir ham ja Zeiiiit. Nach zwei Stunden und einem Dutzend U-Turns biegen wir endlich auf die kleine Hauptstraße von Ludzeludze ein. Leicht erschöpft, wir denken halt immer noch in deutschen Dimensionen… Den Weg ins Sondzela Backpacker finden wir schneller. Die Koffer in einem Roundavel (ein afrikanisches Rundhaus) geparkt, freuen wir uns über das nahrhafte und absolut günstige Buffet im Swasi-Style: swasi_buffet
Aufgrund zweier Spinnen beträchtlichen Ausmaßes (warum stehen die eigentlich nicht auf der roten Liste?) bleibe ich den zweiten Tag ungeduscht und pieschere in den Garten.

Die letzte Station unserer Afrikareise heißt Johannesburg. Nach reiflicher Überlegung haben wir uns für eine Backpacker-Nacht in Soweto entschieden. Die Zimmer sind zwar etwas einfach, dafür kann man den Menschen auf einer von Einheimischen geführten Radtour durch den SOuth WEstern TOwnship auf Augenhöhe begegnen – auch wenn man dazu mal in die Knie gehen sowetoprincess
oder in einer Wellblechhütte selbstgebrautes Johannesburg Beer tanken muss:soweto_bier
So. Nach knapp 10 000 Kilometern, war es das also, das Afrikaabenteuer, das mir bei der Planung einige Sorgen bereitete. Zu unrecht. Keines der Klischees hat sich bestätigt. Wir waren in der Kalahari mit dem Mietwagen unterwegs, kein Elefant hat unser Auto umgeworfen. Wir haben nach Einbruch der Dunkelheit in Johannesburg an roten Ampeln gehalten, kein Mensch hat uns die Reifen aufgeschlitzt und Dollarnoten gefordert. Wir haben im Township Soweto-Burger burger+radio+beer

gegessen, kein Kind hat uns die Pommes vom Teller gerissen. Allerorts wurden wir mit einem fröhlichen „Hello! How are you?“ begrüßt. Vielleicht hatten wir einfach nur Glück, vielleicht ist Afrika aber schlichtweg besser als sein Ruf.

Oh ich vergass. Ein Klischee hat sich doch bewahrheitet: auf diesem Kontinent sind die Spinnen wirklich verdammt groß.
Und es gibt noch ein kleines Drama zu vermelden: Prinz Pudel ist weg. Er ist unauffindbar. Ob er sein Blue Duiker getroffen hat und verliebt zurückgeblieben ist? In Buenos Aires müssen wir die Koffer auf den Kopf stellen. Das kann und darf nicht wahr sein!

8 Antworten zu “St. Lucia – Hluhluwe – Swasiland – Soweto”

  1. boony sagt:

    ich schau mir jetzt gleich DER WEISSE HAI III an. wwerd an euchdich denken.
    busserl

  2. Andrea sagt:

    Andrea Kraus gefällt das.

  3. boony sagt:

    primrose was fuer ein name. ihr wisst schon, dass primrose auch als köder von ihren drei riesengrossen, gefaehrlichen bruedern benutzt haette werden koennen. die waeren dann in der dunkelheit der swasilaendischen steppe ueber euch hergefallen. jawohl.

  4. Boony sagt:

    pischere in schluschluwäääääääääääääääääääääääääääääääääääääää

  5. admin sagt:

    pipi machen. kollege.

  6. Kollege sagt:

    Was heisst eigentlich “pischere”?

  7. börteltier sagt:

    Und am meisten überzeugt mich das bild mit’n eimer …

  8. HAAKE sagt:

    Schluschluwä. gefällt mir. ihr braucht nen Like Button hier!

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